Silifke


Von Alanya gelangt man nach 260 km in östlicher Richtung über die Küstenstrasse zur Stadt Silifke. Die Gegend um Silfke war bereits zur Hellenistischen Zeit dicht besiedelt und es finden sich viele Baudenkmäler aus verschiedenen Epochen.

Zu Beachten ist, dass bei der Anreise durchaus ein ganzer Tag einkalkuliert werden sollte, die kurvige Küstenstrasse lässt keine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit zu. Dafür genießt man fast auf der gesamten Strecke eine phantastische Aussicht und kann, z.B. in ANAMUR oder ANTİOCHEA AD CRAGNUM weitere historische Stätten erkunden. Deshalb und wegen der vielen engen Kurven sollte man wenn möglich diese Strecke in der Dunkelheit meiden und besser tagsüber fahren.

Von der Stadt Silifke aus bietet sich eine Rundtour von etwa 100 km Länge durch die nördlichen Gebirgszüge an. Auf der Strasse in Richtung Mara erreicht man hier nach 6 km Gebäude der Römischen Stadt ‘Imbriogon’ (heute Demircili). Etwa 200 Jahre vor Christus gegründet, ist sie bekannt für imposante Mausoleen.

Nach 10 weiteren km nördlicher Richtung erreicht man die Antike Römische Stadt Dioacesaria (heute Uzuncaburc), als Stadt gegründet 72 nach Christi. Ursprung war allerdings ein Zeusstempel aus der Hellenistischen Zeit um das herum im Olbanischen Königtum eine Römische Stadt entstand welche dann unter den Byzantinern zur zweiten Blüte gelangte. Neben Stadttor und Tempel befindet sich auch das Theater in recht gutem Zustand. Die zahlreichen Felsengräber wurden sowohl in der Römischen als auch Byzantinischen Ära genutzt.

Die Archäologische Abteilung der Freiburger Universität befasst sich mit der Erforschung und Restaurierung der antiken Stadt.

Weiter östlich nach etwa 3km fällt als bemerkenswertes Bauwerk des Aquädukts der antiken Stadt Ura ins Auge. Von den Gebäuden des einstmals sicherlich dicht besiedelten Tales sind leider nur noch Grundmauern zu erkennen.

Auf unserer Tour, 7 km weiter in südöstlicher Richtung, liegt Cambazli wo eine Kirche aus dem 5 Jahrhundert nach Chr. zu besichtigen ist.

Von hier aus führt uns die Strasse zurück ans Meer genau in den Ort Kizkulesi mit der berühmten Wasserburg und der Antiken Stadt Korykos, wahrscheinlich gegründet vom zypriotischen Prinzen Korykos.

Auf der Küstenstrasse zurück nach Silifke finden sich ‘Cennet ve Cehennem’ zu Deutsch Himmel und Hölle, zwei riesige Erdlöcher. Im größeren, dem Paradies wurde am Grunde, unter einem Felsüberhang eine Marienkapelle errichtet welche über eine Lange Treppe zu erreichen ist! Die ‚Hölle’ ist nur vom oberen Rand aus einzusehen. Außerdem befindet sich eine sehenswerte Tropfsteinhohle und ein Zeusstempel in unmittelbarer Nähe von ‚Himmel und Hölle’.

Zurück in Silifke lohnt der Besuch der unterirdischen Kapelle der heiligen Thekla, weniger interessant ist die Festung über der Stadt. Allerdings genießt man von dort eine phantastische Aussicht über die Stadt und die Deltamündung des Göksu Flusses, ein international bekanntes Vogelschutzgebiet.
In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden dass die Umgebung Silifkes nicht nur Anziehungspunkt für Archäologen und historisch interessierte Besucher ist.
Auch Ornithologen aus ganz Europa reisen besonders im Frühjahr und Herbst hierher um seltene Vogelarten zu beobachten die teilweise sogar ausschließlich hier zu finden sind!

Außer in Silifke selbst besteht auch die Möglichkeit im Hafenstädtchen Tasucu unterzukommen, 10 km vor Silifke. In den Restaurants an der Uferpromenade steht – wen sollte es wundern - üblicherweise Fisch ganz oben auf der Speisekarte bzw. liegt orttypisch in der Kühlauslage vor dem Restaurant!

Im Lades Motel am Ortseingang informiert der Betreiber, selbst ein engagierter Ornithologe, gerne über lohnenswerte Ziele, von denen hier lange nicht alle Erwähnung finden!
So bleibt es dem interessierten Besucher unbenommen z.B. die Gedenktafel Barbarossas, die Kirchenruinen von Tritar, die Antike Stadt Kanlidivane oder andere der zahllosen Historischen Stätten zu erkunden, ein empfehlenswertes Ziel für Besucher ist Silfke in jeden Fall!

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